Projekte - Auswahlverfahren | Mehrfachbeauftragungen


Bad Krozingen – Bezahlbares Wohnen im Kurgarten II

Investorenauswahlverfahren 

Die Stadt Bad Krozingen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und mittlerweile die größte Stadt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Als das Gebiet „Kurgarten II“ in Angriff genommen wurde, ermöglichte der Bebauungsplan eine Vielfalt von Wohnformen: von Einfamilienhäusern über Reihenhäuser bis hin zu Eigentums- und Mietwohnungen.

Im neuen Stadtteil sollte außerdem Raum für bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden, was die Stadt vor die Herausforderung stellte, einen passenden Investor und Bauträger dafür zu finden. Wir waren also nicht nur Erschließungsträger, sondern brachten 2014 für eine Teilfläche von rund 20.000 m² ein zweistufiges Investorenauswahlverfahren auf den Weg. Zehn Unternehmen lieferten erste Konzepte ab, die wir gemeinsam mit der Stadt und dem Gemeinderat im Januar '15 genau unter die Lupe nahmen. Ausgewählt wurden letztlich Projekte von vier verschiedenen, regional ansässigen Bauträgern. Nach Übergabe der fertigen Erschließungsanlagen im März 2017, können diese ausgewählten Unternehmen nun Bad Krozingen mit neuen Wohnformen bei der steigenden Nachfrage von (bezahlbarem) Wohnraum unterstützen.



Bad Krozingen – Basler Straße

Attraktive Stadtmitte durch Mehrfachbeauftragung

Die Stadt Bad Krozingen plante im Zuge ihrer Sanierungsvorhaben in der  Innenstadt An der B3 die Umgebung des Rathauses städtebaulich neu zu gestalten. Die Nutzungsmischung von Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Wohnen sollte für ein reges und lebendiges Treiben sorgen. Mit einem zweistufigen Auswahlverfahren hatten Investoren und Architekten die Gelegenheit, als Arbeitsgemeinschaft einen städtebaulichen Vorentwurf und ein erstes Realisierungs- und Beteiligungskonzept vorzulegen. Hauptaugenmerk lag dabei auf der „Belebung und Attraktivitäts-Steigerung der Innenstadt“ sowie auf der „städtebaulichen Einbindung und architektonischen Qualität“. Nach nur knapp 9 Monaten erfolgte bereits eine Prämierung der Gewinner-Arbeitsgemeinschaft.



Singen – Scheffelareal

Aufwertung und Innenentwicklung eines
innenstadtnahen Quartiers

Hier suchten wir gemeinsam mit einem Auswahlgremium der Stadt Singen am Hohentwiel die besten Planungsideen und Investoren für eine komplette Neuordnung der Mischnutzungsstruktur im sogenannten „Scheffelareal“. In einem mehrstufigen, städtebaulichen Auswahlverfahren betreuten wir das Projekt ganzheitlich von der Auslobung, über die Bürgerbeteiligung und Grundstücksverhandlungen, bis hin zur Betreuung der Gewinner-Arbeitsgemeinschaft in der Phase der Konkretisierung. Derzeit laufen die umfangreichen Verhandlungen und Grundstücksgespräche mit den EigentümerInnen im Gebiet. Weil sich das umfangreiche Umstrukturierungsprojekt im Sanierungsprogramm „Stadtumbau West“ befindet, ist das derzeit gesetzte Ziel, bis 2022 mit Ende des Sanierungsverfahrens gemeinsam mit Stadt und BürgerInnenn ein komplett neues Quartier im Herzen Singens zu schaffen.



Singen – Herz-Jesu-Platz

Entwicklung einer Baulücke mit Hochbau,
öffentlicher Tiefgarage und Platzgestaltung

Die Hegau-Stadt Singen gestaltet im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Östliche Innenstadt“ in einem 2. Bauabschnitt den Herz-Jesu-Platzes neu. Bisher wird er als Parkplatz für den wöchentlich stattfindenden Markt genutzt. Anstelle des Parkplatzes soll eine Tiefgarage notwendige, innen-stadtnahe Stellplätze bieten. Der Platz selbst soll lebendiger werden und teilweise mit Wohnbebauung Wohnraum für die wachsende Stadt schaffen.

Interessierte BürgerInnen konnten sich im Vorfeld bei einem zweitägigen Workshop mit ihren gestalterischen Ideen an der Umsetzung des Herz-Jesu-Platzes beteiligen. Das Ergebnis aus dieser Bürgerwerkstatt diente ausgewählten Planungsbüros bei der Mehrfachbeauftragung als Idee. Neben städtebaulichen und gestalterischen Qualitäten lag ein besonderes Augenmerk auf das Einfügen des Platzes im innerstädtischen Raum. Nach erfolgreicher Bürgerwerkstatt und Auswahlverfahrensbetreuung begleiten wir die Stadt nun auch im Fördermittel- und Finanzierungsmanagement bei der Umsetzung der Planung. 



Stutensee – Neise-Gelände

Innenstadtnahe Neuordnung und Schaffung
bezahlbaren Wohnraums

In Stutensee begleiteten wir die Stadt mit der umfangreichen Aufgabe, eine Arbeitsgemeinschaft aus Investor oder Investorengruppe und Planer bzw. Architekten zu finden. In einer ersten Präqualifikationsphase stellten sich

interessierte AGs vor. In der darauffolgenden Mehrfachbeauftragung der fünf ausgewählten Bewerber-AGs war deren Aufgabe klar gestellt:

das Areal des alten Schwimmbades mit attraktiver Wohnbebauung zu überplanen und in den Planungen dem städtischen Anliegen, bezahlbaren Mietwohnungsbau im Herzen der Stadt zu realisieren, besondere Bedeutung beizumessen. 



Gundelfingen – Mehrgenerationenwohnen am Schobbach

Inklusives, altersgerechtes und generationsübergreifendes Quartier mit zukunftsgebenden Nutzungskonzept

Die Gemeinde Gundelfingen beabsichtigt, ein etwa 2900 m² großes Areal durch ein innovatives Konzept des Mehrgenerationenwohnens neu zu entwickeln, um darin

bezahlbaren, inklusiven und altersgerechten Wohnraum zu vereinen und wirtschaftlich zu realisieren. Wir unterstützen die Gemeinde dabei in der Suche nach dem besonderen Investor und Planer, die als AG den vielseitigen und komplexen Ansprüchen des Projektes gerecht werden und auch die spätere Betreuung des Quartiers tragen können. In einer europaweiten Auslobung wurden drei AGs für qualifiziert befunden, sich bis Ende 2018 mit der Herausforderung des Mehrgenerationenwohnens zu befassen. Unser Projektteam, das Auswahlgremium und die Gemeinde Gundelfingen blicken gespannt auf die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung im Winter 2018 / 2019. 



Winden im Elztal – Schwerpunktgemeinde im ELR

Mehrfachbeauftragung "Ortsmitte Niederwinden"

Die Umgestaltung der Ortsmitte Niederwinden wird durch die sich im Bau befindliche Ortsumfahrung der Bundesstraße 294 ermöglicht. Die Ortsumfahrung wird 2019 fertiggestellt und damit die Hauptstraße zur Gemeindestraße zurückgestuft. Ziel der Maßnahme ist die Schaffung einer attraktiven barrierefreien Ortsmitte mit hoher Aufenthaltsqualität, die eine Nutzung für kulturelle Veranstaltungen ermöglicht und den BürgerInnen als neuer Treffpunkt dient.

Die Maßnahme entwickelte sich im Bürgerbeteiligungsprozess 2015/2016 im Rahmen der Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK). Es wurden mit den Bürgerinnen und Bürgern erste Umgestaltungsideen erarbeitet, die im laufenden Planungsprozess aufgenommen wurden.

Die Rüdiger Kunst-KommunalKonzept GmbH begleitet die Gemeinde Winden im Elztal aktuell bei der Umsetzung dieses Projekts im Rahmen der Ortssanierung, die über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) gefördert wird. Für die Überplanung der Ortsmitte wurde im Februar 2018 eine Mehrfachbeauftragung ausgelobt. Die Planungsentwürfe von drei ausgewählten Büros werden im September 2018 vorgestellt und ein Siegerentwurf ausgewählt. Die Realisierung der Maßnahme erfolgt ab 2019.