Projekte – Städtebau | Sanierung


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Endingen - „Ortsetter Winzerdorf Kiechlinsbergen"

Städtebauliche Erneuerung im Herzen des Kaiserstuhls

Das Winzerdorf Kiechlinsbergen ist ein Stadtteil von Endingen und liegt im Herzen des Kaiserstuhls. Viele Gebäude im Ort stehen unter Denkmalschutz, sind sanierungsbedürftig bzw. sind von Leerstand betroffen. Der Stadt Endingen gelang es aus diesem Grund im Jahr 2019, dass der Ortsetter in das Sanierungsprogramm LSP aufgenommen wurde.
Im Anschluss wurden im 3. und 4. Quartal 2019 die vorbereitenden Untersuchungen von der KommunalKonzept BW GmbH durchgeführt. Als flankierende Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung sind die Betriebsverlagerung von zwei metallverarbeitenden Betrieben und einer Schreinerei zu nennen. Darüber hinaus ist eine umfassende Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Ortsverwaltung geplant. Nach den Betriebsverlagerungen soll mit einer maßvollen Nachverdichtung begonnen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Schaffung von Wohnraum. Des Weiteren soll für die Eigentümer ein Anreiz geschaffen werden, ihre Gebäude zu modernisieren und damit aufzuwerten. Die KommunalKonzept BW GmbH begleitet die Stadt Endingen seit fast 40 Jahren in allen Fragen rund um die Sanierung.



Ettlingen - „Entwicklung Ettlinger Schloss“

Abschluss des Vorzeigeprojekts „Stadthaus am Park“

Mit der Erweiterung des Sanierungsgebietes „Entwicklung Schloss“ im Jahr 2013 und dem Erwerb des alten Postgebäudes durch Herrn Dipl.-Ing. Hans Bretz wurde für dieses Mammutprojekt der Weg frei. Repräsentativ am Eingang zur Altstadt liegend, trug das Gebäude damals nicht zu einem einladenden Stadtbild bei und die bauliche Anlage entsprach schon länger nicht mehr den heutigen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse.
Der Bauinvestor Dipl.-Ing. Hans Bretz fasste angesichts dieses Missstands den Entschluss, aus dem ehemaligen Gebäude der Deutschen Post ein Gebäude mit vier Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss und 15 innenstadtnahen Eigentumswohnungen in den darüber liegenden Räumlichkeiten zu errichten. Zwar war der Kauf des Gebäudes für Herrn Bretz mit einigen Schwierigkeiten verbunden, dennoch konnte das Projekt 2020 abgeschlossen werden – inklusive anfallender Kosten von weit über 6 Mio. Euro, einem leider nicht erfolgreichen Schwalbenturm und einem vorgeschalteten umfassenden städtebaulichen Wettbewerb.
Zum erfolgreichen Abschluss hat die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt Ettlingen, dem Investor Hans Bretz, dem Generalplaner Archis aus Karlsruhe, dem Generalunternehmer Schäfer aus Graben-Neudorf, der B.O.S. Betriebsberatung GmbH und nicht zuletzt mit uns als beratendes Büro gesorgt.
Als Sanierungsberater des gesamten Sanierungsgebietes waren wir – wie überall im „Entwicklungsgebiet Schloss“ – innerhalb dieses Projekts damit beauftragt, Kostenzuschüsse zu generieren, zwischen Stadt und Projektbeteiligten zu vermitteln und erhöhte steuerliche Abschreibungen gem. §§ 7h, 10f, 11a Einkommensteuergesetz (EStG) zu prüfen.
Letztendlich konnte so ermöglicht werden, dass dieses städtebaulich so wichtige und stadtbildprägende Gebäude umfassend saniert werden konnte. Nun wertet es den öffentlichen Raum entscheidend auf und hat den Impuls zu weiteren privaten Projekten in unmittelbarer Nachbarschaft gesetzt.



Freiburg i. Br. - "Knopfhäusle-Siedlung"

Denkmalgerechte Erneuerung und Bewahrung des Besonderen

Die ehemalige Arbeitersiedlung „Knopfhäusle-Siedlung“ wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Bereich des zu dieser Zeit locker besiedelten heutigen Stadtteils Wiehre errichtet. Sie entstand zwischen den Jahren 1869 und 1886 als Arbeitersiedlung der einstigen Porzellanknopffabrik Risler und war die erste dieser Art in Baden. 1928 kaufte die Stadt Freiburg das komplette Areal, mittlerweile gehört es größtenteils der Freiburger Stadtimmobilien GmbH, einer Tochter der Freiburger Stadtbau GmbH.
Nach rund 150 Jahren abwechslungsreicher Geschichte ist die Siedlung mit der vollständig erhaltenen Bebauung, den erhaltenen Grünflächen und dem Straßennetz unter Denkmalschutz und von großer historischer und städtebaulicher Bedeutung. Sie bildet auch nach wie vor ein in ihrer Struktur und Funktion einzigartiges Ensemble. Die Siedlung ist zwar nahezu vollständig erhalten, jedoch besteht ein erheblicher Erneuerungsbedarf der denkmalgeschützten Bausubstanz und der öffentlichen und privaten Erschließungs- und Freiräume. Die sehr kleinen Wohneinheiten und die zugehörige Bauweise entsprechen nicht mehr den modernen Standards und Anforderungen. Jedoch hat die Siedlung neben dem Gebäudeensemble andere erhaltenswerte Merkmale: bezahlbaren Wohnraum und den einzigartigen Charme und besonderen Charakter (innerstädtisches Wohnen mit eigenem Gärtchen, enge Nachbarschaft). Die denkmalgerechte Erneuerung der Gebäude und des Gebietes und der Erhalt der besonderen Merkmale spiegelt sich folgerichtig auch in den Zielen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme wieder.
Um diese Ziele umzusetzen, hat die Stadt Freiburg für das Programmjahr 2017 beantragt, das Sanierungsverfahren „Knopfhäusle-Siedlung“ in ein Stadterneuerungsprogramm aufzunehmen. Bereits im ersten Anlauf glückte die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt". Im Zuge der Programmumstrukturierung wird das Verfahren nun im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ weitergeführt. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 25.07.2017 wurden die vorbereitenden Untersuchungen eingeleitet. Diese konnten im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Auf Grundlage der vorbereitenden Untersuchungen erfolgte am 01.10.2019 die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets durch Erlass einer Sanierungssatzung.
Kurz darauf erhielten wir einen weiteren Auftrag der Stadt Freiburg, die Betreuung und Durchführung eines ihrer Sanierungsverfahren zu übernehmen. Die Beauftragung ist eine erneute Bestätigung für die lange, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Freiburg und uns.



Heitersheim - "Ortskern Gallenweiler"

Sanierung im Kleinen mit großer Wirkung

Nach erfolgreicher Durchführung der Vorbereitenden Untersuchung nach § 141 BauGB durch die KommunalKonzept BW GmbH (damals Kommunale StadtErneuerung GmbH) wurde der Beschluss des Heitersheimer Gemeinderats zur Förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Gallenweiler“ Ende Oktober 2020 veröffentlicht. Jetzt können die zahlreichen privaten und öffentlichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen losgehen. Neben den ca. 20 privaten Gebäudemodernisierungen ist es z.B. geplant, die Aufenthaltsqualität des Dorfplatzes entscheidend zu erhöhen, den Eschbach ökologisch aufzuwerten und einen Dorfladen zu bauen, der von engagierten Bürger_innen getragen wird. Dabei fungiert die KommunalKonzept BW GmbH in den nächsten Jahren der Umsetzung als Sanierungsberaterin.



Universitätsstadt Tübingen - "Südliches Stadtzentrum"

Mit Sanierungsmaßnahmen zur erfolgreichen Mobilitätswende

Das seit 2013 laufende Sanierungsverfahren setzt die im städtebaulichen Entwicklungskonzept formulierten Ziele einer ganzheitlichen Aufwertung des südlichen Stadtzentrums um.
Ziel ist die Realisierung eines attraktiven, leistungsfähigen und durchmischten Quartiers als südliches Eingangstor zur historischen Altstadt. Die Aufwertung und Umgestaltung des öffentlichen Raums und Optimierung der Wegebeziehungen im Quartier sind dabei als räumliche Aspekte im Fokus der städtebaulichen Erneuerung. Die Umgestaltung des Zinserdreiecks und die Beschleunigung des Busverkehrs konnten schon erfolgreich umgesetzt werden. Ebenso ist eine Bauruine am Foyer einem Hotelneubau gewichen. Der Förderrahmen der Gesamtmaßnahme beträgt insgesamt 13,2 Mio. €.
Seit 2019 läuft die Umsetzung eines der größten städtebaulichen Projekte, das einen zentralen Baustein der Mobilitätswende darstellt: der Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) am Europaplatz inkl. der Umgestaltung des angrenzenden Anlagenparks. Mit der Maßnahme soll der Rad- und Fußverkehr sowie der ÖPNV entscheidend gestärkt werden. Die Investitionen summieren sich auf rund 40 Millionen Euro. Aktuell laufen die vertiefenden Planungen der Frei- und Verkehrsanlagen, Leitungsumverlegungen, Abbrüche und die Baufeldfreimachung, sodass im kommenden Jahr die eigentliche Umgestaltung u.a. mit dem Neubau einer Tiefgarage beginnen kann. Mit einem Abschluss der Maßnahme ist Ende 2023 zu rechnen.
Zusätzlich wurde im Oktober diesen Jahres im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Südliches Stadtzentrum“ im neu aufgelegten Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten (IVS)“ ein Neuantrag für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Holztribüne und den Innenräumen des SV03 Stadions erstellt.
Neben der Neuantragsstellung IVS beraten wir die Universitätsstadt erfolgreich seit 4 Jahren bei allen Fragen rund um die Sanierung. Besonders herausfordernd bei der Maßnahme Europaplatz / Anlagenpark ist die Kombination und Abgrenzung von fünf verschiedenen Förderprogrammen und die Vielzahl an unterschiedlichen Akteuren. Durch die gute und engmaschige Koordination wird dieses Projekt erfolgreich betreut.

Quelle: Universitätsstadt Tübingen